7.3.11

Helly Hansen Big Mountain Battle - Neunter, aber fast Erster ;)

Seit heute sind endlich die ausführlichen Resultate des Helly Hansen Big Mountain Battles verfügbar. Team Weisswurst - also Fabi und ich - hat den 9. Platz im Battle von 40 Teams erreicht. Nicht schlecht...


 ...ABER: Mit etwas mehr Glück beim Auffinden der Checkpoints hätten wir alle anderen weggerockt!!!

In der Zeit, in der wir immerhin noch neunter wurden, haben wir wesentlich mehr Runs als die anderen Teams absolvieren müssen:
  • Von allen Teams haben wir die zweitmeisten Höhenmeter - 12.300 Höhenmeter statt der nötigen 8.700.
  • Außerdem haben wir dabei auch noch die drittlängste Strecke zurückgelegt - 51 km statt der nötigen 34!
  • Fast am erstaunlichsten ist, dass wir auch in Punkto Höchstgeschwindigkeit sechster wurden - 70 km/h mit ARGs* auf hügeliger Piste!!
Wer schenkt uns eine Portion Glück? Dann hätten wir alles, um die Big Mountain Battles dieser Erde zu rocken...

J

*Für diejenigen, die mit den breitesten Skiern von Armada, den  ARGs, nicht so vertraut sind... Diese Skier taugen ungefähr so gut zum Pistenfahren wie ein Geländewagen für die Formel 1.

Bluebird - Touren Tag

Heute war endlich nach langer Durstsrecke ein sonniger Tag angesagt. Lawinenwarnstufe 2. Super um mal wieder etwas aus dem Skigebiet rauszukommen und Neues zu erkunden.

Auf dem Bild aus Google Earth welches schon etwas älter ist, will ich euch mal den Berg hier näher bringen.
Die letzten Wochen und Monate haben wir den roten Bereich doch ziemlich erkundet, so dass wir uns da recht gut auskennen. Nicht täuschen lassen von dem Bild, der rote Bereich ist immens groß und beinhaltet mehrere große Bowls wie Soutbowl, North Bowl, Greely Bowl.....

Dann gibt es dan den blauen Bereich, der offiziell Cat-Ski Area ist. Vom Gebiet aus ist der hintere Bereich mit Touren Ausrüstung aber sehr einfach zu erreichen und wir waren auch schon öfters dort und sind die ein oder andere Line gefahren. Der vordere Bereich ist sogar einfach durch einen kurzen Hike für Normalos erreichbar und wird daher auch regelmäßig stark befahren. Unterhalb des blauen Bereichs gibt es den Montana Creek, in dem immer wieder ein paar Pfeiffen enden, die nicht wissen, wo sie lang fahren sollten. Die müssen dann da übernachten und mit dem Heli abgeholt werden. Anscheinend jedenfalls kein schöner Ort.

Eingezeichnte habe ich orange noch einige sicke Lines die wir gerne noch fahren würden während wir hier sind. Die meisten gehen alle vom Bergrücken des Mt. Mackenzie los und sind mehr oder weniger steil.
Zum Beispiel wäre da ein Shoot den die Locals hier "Brown Shorts" nennen. Ja, weil man sich wohl wenn man oben steht und runter schaut in die Hosen scheißt (is wohl ein bissel steil das Teil). Ein Foto kann ich leider nicht liefern, da wir noch nicht darüber gestanden sind. Der Weg dahin ist immer von doofen Felsen, steilem Scheiß und bescheurten Wechten geblockt ?!?! ;)


Wie oben erwähnt war heute Bluebird angekündigt und wir sind losgetourt (gelb) vom obersten Lift in Richtung Cat-Ski Bereich. Auf halbem Weg auf dem Bergrücken entlang haben wir einen Blick links rein in das nordöstliche Tal erhaschen können. Das sah alles ganz ansprechend aus (unverspurt, deep, steil, geil).Wir wussten, dass es theoretisch möglich ist, das Tal zu fahren und dass man am Ende am Highway rauskommen sollte. Bisher war jedoch nie eine Spur im gesamten Tal zu sehen und wir haben uns nicht getraut, das Ganze auf gut Glück auszuprobieren - wir hatten schließlich keine Lust, wie die Montana Creek Pfeiffen am Ende den Heli rufen zu müssen.
Zufällig trafen wir heute auf dem Kamm eine 3er Gruppe, die ebenfalls vorhatte, in das Tal abzufahren. Die Leute waren alle ziemlich nett und haben gemeint sie seien es auch noch nie gefahren, aber es sei gut und sie hätten ihr Auto am Ende geparkt, um zurück nach Revy zu kommen. Mh, dumm, wir natürlich nicht. Außerdem gaben Sie uns noch den Tipp nach dem ersten Teil der Abfahrt nochmal ein Stück den Berg hochzulaufen: "Da gibt es DAS perfekte Tree-Skiing".

Gesagt getan. Zuerst haben wir uns zwei nette Lines ausgeguckt um ins Tal zu kommen. Die Abfahrt (grüne Line) war nicht ganz mieß (unverspurt, deep, steil, geil)...


...und schon waren wir mitten in unserer Endeckungstour.


Am Talboden angekommen sind wir dann dem Tipp gefolgt und nochmal 2 h mit Fellen an den Brettern hochgelaufen (gelb). Auf dem Weg nach oben haben wir wieder die 3er Gruppe getroffen, die anboten, uns vom Parkplatz aus immerhin bis zum Highway mitzunehmen. Das würde uns immerhin 4 km Laufen ersparen und vom Highway aus könnten wir ja dann stoppen.

Das Treeskiing (grün) war wieder nicht ganz schlecht (unverspurt, deep, steil, geil)...





 ...und so sind wir nach einer schönen Abfahrt am Talboden angekommen, der wie erwartet aus einem Bach (schwarz) bestand. Nun im Bach gab es schon überraschend viel Wasser. Keiner wollte ein unfreiwilliges Bad nehmen (obwohl es einige Male knapp war) und so hat uns die zwar schöne, aber anstrengende Fahrt durch den Bach geschlagene 2 h gekostet.

 
Fix und alle sind wir am Ende des Baches angekommen und konnten noch ein paar km eine gesperrte Straße nach unten fahren.
Am Parkplatz war allerdings nichts mehr zu sehen von den anderen. Tja, also sind wir mal losgelaufen in Richtung Highway, sollten ja nur 4 km sein.

Plötzlich taucht nach der Häfte der Strecke mitten im gottverdammten Nirgendwo ein Pickup auf. Jo, und drin sitzt einer der 3er Gruppe und will uns abholen!! Er meinte er habe die zwei anderen in Revelstoke abgeliefert und wollte jetzt mal noch nach uns schauen ob wirs auch geschafft hätten. Wow, er ist einfach die 10 km von Revelstoke wieder zurück gefahren um nach uns zu schauen, uns da abzuholen und uns dann direkt nach Hause vor die Tür zu fahren. Ey, die Leute hier sind unglaublich!! Einfach suuuuper freundlich.
Ein genialer Tag. Super stoked.

5.3.11

Revelstoke gets the f***in' snow!!!

Bis heute hat es die letzten 6 Tage 84 cm geschneit. Ein Ende ist bisher nicht in Sicht. Absolut der Hammer was hier los ist. Gestern hatten wir real real Champagne Powder, der einem nur so um die Ohren fliegt wenn man durchfährt.(Wir wissen jetzt wovon die hier immer reden, und was es in Europa nicht gibt.)
Und heute morgen lagen wieder neue 15 cm vor der Haustür.

Wir sind soooo froh und totally stoked in Revelstoke gelandet zu sein! Und jeden Tag freuen wir uns ein bischen mehr. Das kann man in den paar folgenden Sequenzen hoffentlich erkennen.






Daniel, ein schwedischer Ski-Bum Kollege meinte gestern:

"Home in Sweden i´m praying for the snowgod, here i just want it to stop snowing so i can have a day off from skiing!!!"

Haha das ist genau was wir diese Woche auch schon im Kopf hatten. Unsere Oberschenkel machen langsam wirklich schlapp, und nix geht mehr ;)




Jedem morgen um 6:30 aus dem Fenster schauen: Oh, Schnee! Laptop an und nochmal den Schneegartenzwerg am Berg checken: Oh, mehr Schnee! Ohh nein schon wieder 15 cm....ich will endlich meeehr Ruhe für meine Muskeln.Und so ergeht es hier zur Zeit jedem denn man frägt.
Aber egal, ein Powder Tag wird natürlich nicht ausgelassen. Also aufgestanden, dass man um 7:30 brav im Lineup (Liftschlange) stehen kann. Ganz vorne natürlich mit unserem neeuen Lawinenrucksack von Lawinenrucksack Test .


 
Heute am Samstag haben wir dann auch noch am Helley Hansen Big Mountain Battle teilgenommen.
Das ganze war eine Art große Schnitzeljagt quer über den ganzen Berg, mit verschiedenen Checkpoints, Hikes und Runs die man erfüllen musste. Alles live mit GPS getracked. Man hatte 3 h Zeit das ganze im 2er Team zu erfüllen. Es waren 2-3 recht harte Hikes dabei, bei denen wir wirklich alles gegeben haben um da die ein oder 2 Minuten gegenüber den Konkurrenten zu gewinnen, und haben so ziemlich alles was geht bei 15 cm Pow gestraight-lined (Schuss runter). Das war zwar echte Verschwendung, aber musste leider sein. Dummerweise waren die Checkpoints ziemlich fieß im Wald versteckt, so dass wir nicht alles immer gleich beim ersten Versuch gefunden haben, und 2 Runs zusätzlich machen mussten. Das hat uns dann die zuvor mühevoll erarbeitetet Minuten wieder gekostet. Tja, Ausrüstung im Wert von 2000 $ gewonnen haben wohl welche die wirklich nicht schnell waren, aber eben viel Glück hatten beim Suchen im Wald. Endergebnisse gibts erst am Montag. Immerhin gabs noch eine Verlosung unter allen Teilnehmern und wir sind jetzt um je eine Skiunterwäsche, 2 Snowboard-/Ski-Tools und ein Snowboardschloss reicher. Ach, ja und ein hammer Damen-Täschchen für Jona gabs auch noch ;)

Unsere malträtierten Oberschenkel haben wir gerade noch im Hot-Tub für arme, dem öffentlichen Schwimmbad in Revelstoke, etwas erholt.
Ab jetzt wird nuuuuur noch gechillt. Naja, bis morgen früh 6:30 mindestens!

27.2.11

Have you ever heard of Whistler?

Whistler? ......WTF is Whistler?

Whistler has:
  • -25 °C
  • ekelhaften Wind
  • überirdische Preise: 1 Woche Skifahren Whistler (105$/Tag!!!) = Preis Saisonkarte Revy
  • Liftschlagen bis ans Ende der Welt
  • no style at all
  • no Champagne Pow und sowieso überhaupt kein Pow .....Powder der sich nach einer Stunde in eine Buckelpiste verwandelt gilt nicht

    Froh wieder zuhause im schönen Revelstoke zu sein und den Powder genießen zu können.




    I love Revelstoke

    22.2.11

    Road Trip - Vancouver

    Hey Wie gehts?
    Sorry für die einwöchige Blog-Pause, aber der Powder hat uns keine ruhige Minute gelassen.
    In Revelstoke hatte es die letzte Woche jede Nacht geschneit und so blieb uns nicht viel als uns jeden Tag früh aus dem Bett zu quälen um dies hier zu tun:


    Vor wir hier wieder abreisen, mussten wir dringend noch einem Eishockey Spiel beiwohnen. Die Kanadier sind alle Eishockey verrückt. Wenn ein wichtiges Spiel ist, läuft das hier in jeder Bar auf 5 Monitoren und alle drehen durch. Revelstoke hat auch eine Mannschaft, die "Revelstoke Grizzlys", und ja, es gibt sogar eine Hockey Arena hier.


    Nach nun fast zwei Monaten Freeriding musste jetzt aber Schluss sein mit der ewigen Kälte und dem ewigen Schnee hier, dachten wir uns (kurz) - euch gehen die Powder Bilder ja auch schon auf die Nerven - und haben mit Alex unseren Road Trip gestartet. Unsere Oberschenkel brauchten dringend Erholung; Erholung, die in Revelstoke nicht zu bekommen ist.

    Wir sind also frühmorgens in Revelstoke aufgebrochen um nach 8h Fahrt nachmittags in Vancouver anzukommen. Die Fahrt haben wir mit Roadtrip-Mukke, Highway-Offroad-Fahrten und Fast-Food locker hinter uns gebacht. Zuerst haben wir dann unser Zimmer im Luxus-Hostel bezogen,

     

    eine sichere Bleibe für unser Auto gesucht und sind dann losgezogen das abendliche Vancouver zu erkunden.

       



    Am nächsten Tag, ein bissel von der Mündigkeit gepackt, haben wir unseren ächzenden Knochen und Muskeln Sightseeing zugemutet. Erholung war also wieder nicht angesagt. Wir haben uns Downtown, Stanley Park, Greenville Island, Chinatown und Gastown angeschaut. Und natürlich waren wir auf dem Tower.


    In Chinatown sind wir in den Genuß eine wirklich ultra-coolen Chinese Tee Party gekommen. Unser Tee-China-Man hat uns mit vielen interessanten Erläuterungen wie man seinen grünen Tee richtig zubereitet und trinkt sehr weitergeholfen.

     


    Noch ein Bild vor der Stadtkulisse und des Olympischen Feuers.
    Nun wie schon oben erwähnt waren wir auf dem Tower, von dem man eine super Aussicht über Vancouver genießt. Aber auch die Fernsicht war nicht ohne und so ist unserem geschulten Auge das hier natürlich nicht entgangen:

    Genug Sightseeing. Unser nächstes Ziel war somit klar. Und die Freerider unter euch wissen wovon wir reden.
    Nein, das ist nicht Whistler.
    Ebenfalls klar: Keine Erholung in Aussicht.

    Fabi

    Road Trip - Mt. Baker


    Spätestens seit dem Skifilm „Believe“ ist der amerikanische Skiort südlich der kanadischen Grenze für viele der Inbegriff für bodenlosen Tiefschnee. Unter anderem hält Mt. Baker auch den Weltrekord für die höchste jemals in einer Skisaison gemessene Neuschneemenge – unglaubliche 30 Meter.

    Nichts wie hin. Nachdem die endlose Passkontrolle überstanden ist und sämtliche Fingerabdrücke sicher in der Datenbank des US-Heimatschutzministeriums gespeichert sind erreichen wir nach dem monotonen Gegurke durch die amerikanische Einöde den Berg. Mt. Baker empfängt uns wie erhofft mit massig frischem Powder; die Homepage verkündet:

    “Mt. Baker has been receiving some of the driest, lightest powder snow it has ever seen and more is expected ALL week long.”
    dt.
    “In Mt. Baker fällt derzeit mit der trockenste, leichteste Tiefschnee, den es hier je gegeben hat; und mehr davon wird für die komplette Woche erwartet.“

    Für unser bereits bekanntes Spiel „Such den Fabi/Jona/Alex“ eignet sich diese Fluffigkeit ausgezeichnet…
      

    Ansonsten zeichnet sich Mt. Baker durch seine kompromisslose Nicht-Familienfreundlichkeit aus – Uralte, ungebremste Sessellifte ohne Sicherheitsbügel führen in Terrain, das ausdrücklich nur für Experten ist…


    …sowie einige plakative Warnungen für die wirklich Skiverrückten, die „normale“ Warnschilder vor Cliffs nur als Aufforderung zum Springen betrachten („Nicht überlebbarer Felsabbruch“).


    Das Leben als Skibum fällt uns in Mt. Baker allerdings zugegebenermaßen etwas schwer. Die billigste Absteige, die wir finden konnten, ist nämlich recht schick…


    …abends müssen wir es uns im Hot Tub gut gehen lassen…


    …und das billigere (von zwei) Pubs/Restaurants ist genauso urig wie lecker. Nicht wirklich dem Leben eines Skibums entsprechend, aber wer wird sich schon beschweren?


    Ende des Posts. Der Hot Tub ruft… ;)

    J

    16.2.11

    Gasteintrag von einem neuen Stoked'en

    Soderle, jetzt schreibt hier mal jemand anders rein. Ich bin Alex und seit 3 Tagen Gast bei den zwei verrückten hier. Denn so dachte ich bisher über sie bei den Bildern die ich sah. Heute befürchte ich, dass ich vielleicht ähnlich verrückt werde...

    Aber von vorn: Erst einmal ist mir in Deutschland aufgefallen, dass der Revy Song nicht abspielbar war, aber keiner hat sich ja beschwert. Also hier nochmal die Version des Liedes die in Deutschland geht. Jetzt bitte „Play“ drücken :)



    Nachdem ich gut in Calgary angekommen bin und dort etwas Sightseeing gemacht habe gings am nächsten Morgen dann nach Nakiska zum Skifahren. Das ist der Olympiaberg von 1988, schön und gut, aber definitiv kein Berg, wegen dem man nach Kanada fliegen muss. Aber dennoch die sonnigen Abfahrten genossen und dann aber um 2 Uhr ab weiter nach REVY! Ich hatte echt mehr Glück als Jona bei seiner Fahrt, außer dass auf den letzten 100km zu schneien anfing und die Mörder LKWs mich dennoch mit 100km/h überholten war es eine sichere und gute Fahrt.

    Aber jetzt mal fast forward zum heutigen Skitag, denn in den letzten 2 Tagen ist echt viel passiert, was ich nicht alles unterbringen kann:

    Wir schreiben mittwochmorgens um 4:50. Ich wache kurz auf und kontrolliere auf dem Handy die Uhrzeit. Wenn mein Handy schon an ist, wird auch schnell die Neuschneemenge gecheckt, denn am Abend davor war möglicher Neuschneefall angesagt: 5cm… ganz nett, aber wird wohl kein besonderer Tag. Weiterschlafen.

    7:00: Wecker für alle klingelt, Jona wirft ein Blick aus dem Fenster, nichts wirklich zu sehen (wohl weil seine Augen nicht wirklich auf waren). Also weiter dösen.

    7:34: Meine Augen gehen wieder auf, ich will wieder die Uhrzeit wissen und mach dann wieder den Neuschneecheck. Und dann sehe ich das hier:

    Ich schreie fast durchs ganze Haus: 18 CENTIMETER, NUR NOCH DER KOPF IST ZU SEHEN. Drei eigentlich recht aufstehfaule Studenten sind so schnell aufgesprungen, das ist nicht mit Worten zu beschreiben.
    Kurze Zeit später sind wir am Lift, fast die Ersten! Erste Gondel nach oben und der Rest ist wieder nicht mit Worten zu beschreiben.

    Mein erster Powder Tag! Freie unverspurte Flächen, meine ersten Treeruns und viele viele geile Runs! Ich bin fertig, aber wenn es hier so weiter geht, wooooow!

    Jetzt gehen wir aber Essen. Bilder gibts dann ein anderes Mal, ich denke ihr seid ja hier ordentlich versorgt!

    -Alex


    14.2.11

    Der Revelstoke Facebook Foto Wettbewerb

    Guess who won one day of the Revelstoke Mountain Resort Facebook Photo Competition?

    YES, we did!

    Und haben einen Tagesskipass gewonnen.
    ...einfach nur goil...

    12.2.11

    Welcome… to the Dark Side

    [Bilder gibt es zu diesem Post nicht. Ich weiß, das ist langweilig - aber glaubt mir, immer noch wesentlich besser wie tatsächlich dabei zu sein!]

    Bislang konnten wir den Schneemassen in Revelstoke nur Positives abgewinnen, wie man unseren bisherigen Posts leicht entnehmen kann. Der tiefe Powder ist göttlich zum Skifahren, die fluffigen Pillows auf allen Dächern verbreiten einen heimeligen, verschlafenen Charme und die riesigen Schneeberge neben den Straßen wirken schlichtweg beeindruckend. Also, immer her mit der weißen Pracht!

    Der viele Schnee zeigt seine Schattenseite, wenn man vor der undankbaren Aufgabe steht mit dem Auto nach Calgary zu fahren. Kaum eine halbe Stunde nach Revelstoke ist der Highway gesperrt – Unfall. Umso bedenklicher stimmt uns – also Sebastian und mich – der starke Schneefall, welcher den bevorstehenden Rogers Pass schnell unpassierbar werden lassen kann. Mit dem Damoklesschwert der Straßensperrung unheilvoll über uns sinkt die Stimmung in Richtung Außentemperatur. Umdrehen? Hotel und Flug nochmal umbuchen?

    Nach etwa einer Stunde Warten geht es aber glücklicherweise weiter und wir lassen den Rogers Pass hinter uns. Der nächste Unfall lässt nicht lange auf sich warten; jedoch besitzt der Trucker die Güte, seinen Lastwagen in den Straßengraben zu setzen statt die Fahrbahn zu blockieren. Der nächste Trucker zeigt diese Freundlichkeit nicht und beschließt, seinen Lastwagen auf einer Brücke quer zu legen. Komplettsperrung, weitere zwei Stunden warten.
    Die Langeweile vertreiben wir beim Plaudern mit einem Trucker.

    Wim, the Trucker: “I got custom seven inch pipes.”
    J: “What advantage do bigger pipes have?”
    Wim, the Trucker: “They look cool, eh!”
    ***
    Wim, der Lastwagenfahrer: “Ich habe speziell angefertigte Sieben-Zoll-Auspuffrohre.“
    J: “Welchen Vorteil haben denn die dickeren Auspuffrohre?“
    Wim, der Lastwagenfahrer: “Die sehen geil aus, eh!“

    Weiter geht's. Um die Fahrt zum Flughafen wenigstens ein wenig abwechslungsreich zu gestalten, haben Sebastian und ich uns den Reiseführer zu Gemüte geführt. Türkisfarbene Gletscherseen? Zugefroren. Vor Blumen strotzende Bergwiesen? Zugeschneit. Jede andere Attraktion? In den Wintermonaten geschlossen.
    Als wir nach fast neun Stunden Fahrt endlich die Rockies hinter uns gelassen haben und in Calgary ankommen, ist es mittlerweile dunkel und Sightseeing damit auch mehr oder weniger gestorben. Immerhin sind Calgarys Bars und Burger gut – aber schweineteuer.

    Rückfahrt. Mittlerweile sitzt Sebastian gemütlich am Flughafen in der Business Class Lounge und ich mache mich alleine auf den Weg in Richtung Revelstoke. Die Fahrt verläuft ebenso langweilig wie ereignislos, bis der Regen im Banff National Park in Schnee umschlägt. Der beständig fallende Schnee verschlingt schnell die Spuren der vereinzelten Autos; übrig bleibt eine weiße Fläche ohne jedes Anzeichen, wo der Straßengraben und wo die Gegenspur beginnt. Langsam taste ich mich also durchs Schneetreiben vorwärts. In Golden – 150 km vor Revelstoke – werde ich dann herausgewunken: Rogers Pass ist gesperrt. Das Dörfchen ist total überfüllt, auf jeder freien Fläche reiht sich Lastwagen an Lastwagen und Auto an Auto. In jedem Fahrzeug läuft im Radio der Traffic Channel, auf dem beständig die aktuelle Straßenlage wiederholt wird. Wie versprochen kommt nach anderthalb Stunden, um 3:30 Uhr endlich ein Update:

    “…however, westbound from Golden remains closed until 6 pm with a low level of confidence.”
    ***
    “…jedoch bleibt [der Highway] in Richtung Westen von Golden aus bis mindestens 6 Uhr abends geschlossen. Die Wahrscheinlichkeit, dass er noch freigegeben wird, ist gering.”

    Eine Zwangsübernachtung im Auto hat gerade noch gefehlt. Die Geschichten von Trucker Wim geistern im Hinterkopf herum…

    Wim, the Trucker: “In the big snow storm this January the pass was closed and I was stuck on the Calgary side for three days. By the end they were running out of stuff everywhere. You couldn’t even get chicken anymore ‘cause they simply didn’t have any.”
    ***
    Wim, der Lastwagenfahrer:“Im großen Schneesturm diesen Januar war der Pass geschlossen und ich saß auf der Calgary Seite drei Tage fest. Am Ende wurde alles knapp. Man konnte nichtmal mehr Hähnchen bestellen, weil sie schlichtweg keines mehr hatten.“

    Um genau 16:52 Uhr – man hat ja nichts anderes zu tun, als vor dem Radio zu hängen – wird der Rogers Pass dann völlig unerwartet geöffnet. Auf einmal kommt Bewegung in die Blechmassen und alles strömt in Richtung Highway. Endlich, nach „nur“ drei Stunden Warten…
    Im Schritttempo geht es den Pass hinauf. Nach einer guten Stunde stellt sich heraus, dass nicht etwa wie üblich die mit den kritischen Straßenbedingungen kämpfenden Lastwagen, sondern ein übervorsichtiger Autofahrer für das nervtötend langsame Tempo verantwortlich ist. Im Schneckentempo kriecht der Fahrer den Berg hinauf, steigt dabei alle paar Sekunden in die Eisen und verhält sich alles in allem genau gegenteilig zu den Tipps von Trucker Wim.

    Wim, the Trucker: “No braking, no sudden movements. You gotta float through the curves, eh.“
    *** 
    Wim, der Lastwagenfahrer: “Kein Bremsen, keine plötzlichen Bewegungen. Man muss durch die Kurven gleiten, eh.“

    Durch das dröhnende Hupen der Lastwagen lässt sich der Fahrer jedoch keineswegs aus der Ruhe bringen und denkt auch nicht im Entferntesten daran, die anderen Fahrzeuge an einer geeigneten Stelle passieren zu lassen. Schlussendlich zwingt er mit seiner übervorsichtigen Fahrweise sogar den letzten Trucker zum Überholen, was auf der ungeräumten, rutschigen Straße keine ungefährliche Aufgabe ist.
    Das einer halbleeren Taschenlampe ähnelnde Licht des Mietwagens durchdringt die mittlerweile hereingebrochene Dunkelheit und das dichte Schneetreiben kaum. Wie ich per SMS erfahre, wurde der Pass aufgrund erneuerten Lawinenabgangs mittlerweile schon wieder geschlossen, was die Fahrt auch nicht gerade entspannter macht. Langsam, aber stetig geht es voran...

    Nach knapp zehn Stunden Fahrt erreiche ich schlussendlich ziemlich müde und entnervt Revelstoke. Sebastian ist zu diesem Zeitpunkt schon fast in Deutschland.

    Zumindest für heute habe ich definitiv genug von all dem Schnee!
    ~J

    P.S. Fabi (der Sack) hatte natürlich zwei gute Powdertage...

    10.2.11

    Powdermania

    Ehrlich gesagt wegen ein bissel in der Hofeinfahrt rumspringen sind wir ja nicht nach Kanada gekommen.
    Sondern ihr wisst ja wieso. Und wenn es ab und an leicht schneit, dann dreht sich hier alles nur noch um eins:

    OMG POWDER
    LOOK!!MORE!





    Kündigt sich der weiße Rausch im Wetterbericht an, spielt hier alles verrückt.
    • Geschäfte schließen. Im Schaufenster heists dann: "Due to new Pow, Shop remains closed until 3pm"
    • Autos rasen um halb 8 durch die 30er Zone vor der Schule mit 60 um schneller am Berg zu sein und werden von der Polizei angehalten
    • Um 8 Uhr, 30 Minuten vor! die Gondel überhaupt losfäht und das Skigebiet öffnet ist das Lineup gigantisch mit einer Wartezeit von über 1h
    • Im vorderen Teil des Lineups stehen die Verrücktesten der Verrücken mit den breitesten und längsten Latten die schon seit 7:30 warten
    • Drängelt man sich im Lineup (Liftschlange) zu seinen Buddys (Freunden) nach vorne geht ein Raunen durch die Menge und man wird mit Schneebällen beworfen, worauf man sich gleich wieder nach hinten verzieht
    • Sitzt man dann endlich in der Gondel dreht sich alles um die ersten Lines (Abfahrten). Was machst du? Was hast du geplant? Wo ist der meiste Schnee, wo der beste Powder? Ist das North-Bowl schon offen? Wird Greely-Bowl noch geöffnet bei 30cm Neuschnee?
    • Gehts dann endlich los sind natürlich alle total stoked (siehe Erklärung nebenan) und beim Herunterfahren hört man aus allen Richtungen lauter begeisterte Schreie... Yippie!!! Yeeeeeeeeeeeaaah! Woooooooo-hooooooo!
    •  
      Ja hier in dieser Welt dreht sich alles nur um eins: Powder.
      Und es gibt hier genug davon. Mit allem was dazugehört.

      Göttliches Tressksiing  (Fahren im Wald)


       Geilste Pillow-Lines ("Schneekissen"; Hügel Abfahrten)



      Und wir spielen dann :
      Such den Fabi!
       Such den Jona!

      Vor fast 2 Wochen kam dann endlich auch noch der Sebastian zu Besuch.Er durfte an seinen ersten Tagen auch noch das richtige Revelstoke Feeling erleben.

       



        Ohhhja! Wir hoffen man kann sehen, dass es uns gefällt. Gehen euch die ewigen Schnee Bilder nicht schon auf die Eier? Wir können nicht genug bekommen. Cheeeeeers

      Fabi und Jona